Geschichte

Die Reiki-Methode, wie wir sie heute kennen, wurde vom dem Japaner Mikao Usui (1865-1926) entwickelt. Usui Sensei studierte sein Leben lang spirituelle Wege und energetische Techniken. Bis ihn sein Lehrer mit der Aufforderung konfrontierte: Geh und stirb. Nach mehreren Jahren in einem Zen-Kloster war es Mikao Usui nicht gelungen, die Erleuchtung zu erlangen. Der Tod gilt im Buddhismus als ein Weg dorthin. Mikao Usui zog sich auf den Berg Kurama in Kyoto zurück und bereitete sich auf den Tod vor. Eines Nachts erfuhr er in tiefer Meditation die Erleuchtung. Und bald entdeckte er, dass er eine besondere Gabe erhalten hatte: Er konnte heilen.

Aus dieser Gabe entwickelte er eine Methode, die es auch anderen möglich macht, sich mit der universellen Energie zu verbinden und sie heilend einzusetzen. 1922 gründete er die Usui Reiki Ryoho Gakkai (Gesellschaft zur Behandlung mit Usui-Reiki). Bis zu seinem Tod im Jahr 1926 gab Usui Sensei sein System an andere Menschen weiter.

Zwanzig seiner Schüler erhielten die Erlaubnis, selbst Reiki zu unterrichten. Dazu zählte Dr. Chujiro Hayashi, ein Marinearzt, der noch zu Usui Senseis Lebzeiten auf dessen Empfehlung hin eine eigene Reiki-Praxis gegründet hatte. Hayashi Sensei war für die Verbreitung des Reiki-Systems in der Welt sehr wichtig. In den 1930er Jahren bildete er eine Hawaiianerin japanischer Abstammung in Reiki aus, Hawayo Takata. Durch sie kam die Reiki-Heilmethode in den Westen, noch heute gehen die Einweihungslinien der meisten Reiki-Lehrer auf sie zurück.

Hayashi Sensei war als Lehrer in ganz Japan unterwegs. In der Provinz Ishikawa belegte die gerade erst 17-jährige Chiyoko Yamaguchi ab 1938 Shoden- und Okuden-Seminare bei ihm. Ihr Onkel Wasaburo Sugano war Hayashi Senseis Organisator, deshalb lernten viele Mitglieder der Familie Reiki bis zum Lehrergrad. In der Familie Yamaguchi gehört Reiki seither zum Alltag und in ihrer jahrzehntelangen Praxis konnten sie viele Erfahrungen sammeln und erstaunliche Heilerfolge beobachten.

Mitte der 1990er Jahre kamen Chiyoko und ihr Sohn Tadao Yamaguchi durch Zufall in Kontakt mit Praktizierenden von westlichem Reiki. Da sie merkten, dass sich die Praxis auf der Reise durch den Westen stark verändert hatte, gründeten sie 1999 ihr eigenes Jikiden Reiki Institut. „Jikiden“ heißt „direkt übertragen“ – in diesem Fall von Hayashi Sensei. In Jikiden Reiki-Seminaren wird Reiki so unterrichtet, wie Hayashi Sensei es traditionell lehrte.