Methode

Hakomi ist eine erfahrungsorientierte Körperpsychotherapie. In einem begleiteten Zustand der Achtsamkeit entsteht der Raum, auf Entdeckungsreise im eigenen Ich zu gehen. Zu erforschen, wie das eigene System organisiert ist, welche Erfahrungen und Anschauungen prägend sind, was schwächt und was stärkt. Kleine Experimente im Gespräch oder verbunden mit Berührung geben die Gelegenheit, neue Erfahrungen zu machen, die sich auf das eigene Erleben der Welt und den eigenen Platz darin auswirken. Hakomi-Sitzungen finden im Geist der Gewaltfreiheit statt – der Klient entscheidet in jedem Moment selbst, wohin die Reise gehen soll, und kann dabei auf Unterstützung durch die wohlwollende Präsenz eines urteilsfreien Begleiters vertrauen, und auf dessen Kompetenz für neue Impulse und seine Bereitschaft die Führung zu übernehmen, sollte das erforderlich sein. Der hakomischen Grundüberzeugung nach trägt jeder Mensch selbst das Wissen in sich, wie sich sein Wesen entfalten möchte.

Hakomi wurde in den 1970er Jahren von einem Team um den amerikanischen Psychotherapeuten Ron Kurtz in den USA entwickelt. Hier fließen körperorientierte Psychotherapien (Gestalt, Bioenergetik), neue wissenschaftliche Erkenntnisse (Neurobiologie, Systemtheorie) und östliche Philosophie und Weltanschauung zusammen. Hakomi ist ein Wort aus der Sprache der Hopi-Indianer und bedeutet „Wer bin ich?“ oder „Wie stehst du in Beziehung zu diesen verschiedenen Welten?“